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Meine Private Cloud ​

Dies ist die Architektur meiner privaten IT-Infrastruktur. Das Ziel ist ein stabiles, energieeffizientes und wartungsarmes System, das mir die volle Kontrolle über meine Daten und Dienste gibt. Kein Schnickschnack, nur Funktion.

Das Fundament: Hardware und Netzwerk ​

Die physische Basis muss zuverlässig sein. Ausfälle werden auf ein Minimum reduziert.

Netzwerktopologie ​

Netzwerktopologie Der Datenfluss ist linear und einfach gehalten.

WAN -> AVM Fritz!Box -> Ubiquiti US-16-PoE -> LAN & WLAN

  • Fritz!Box: Dient als reines Modem und Gateway zum Internet. Alle weiteren Funktionen sind deaktiviert.
  • Ubiquiti UniFi Switch (US-16-PoE): Das Rückgrat des Netzwerks. Verwaltet alle kabelgebundenen Geräte und versorgt die Access Points via Power over Ethernet (PoE) mit Strom.
  • Ubiquiti UniFi Access Points: Drei APs (zwei im Haus, einer im Außenbereich) sorgen für eine lückenlose WLAN-Abdeckung.

Server-Hardware ​

Zwei Server nach dem Prinzip der Aufgabenteilung: ein primäres System für den Betrieb und ein sekundäres für Backups.

1. Proxmox Main (Produktivsystem) ​

Ein Intel NUC, der für diesen Zweck in ein Servergehäuse umgebaut wurde. Der komplette Umbau ist im Projektartikel Projekt: NUC Server detailliert beschrieben.

  • CPU: Intel Core i3-4010U
  • RAM: 16 GB DDR3
  • Speicher:
    • 128 GB NVMe SSD für Proxmox und ISOs.
    • 1 TB SATA SSD für VMs und Container.

2. Proxmox Backup (Datensicherheit) ​

Ein älteres Supermicro-System, dessen einzige Aufgabe das Sichern von Daten und VMs ist.

  • CPU: Intel Celeron 1037U
  • RAM: 4 GB DDR3
  • Speicher: 4 TB HDD im RAID 1 Verbund (Spiegelung) für Redundanz.

Das Gehirn: Software und Dienste ​

Als Virtualisierungsplattform läuft auf beiden Servern Proxmox VE. Es ist Open-Source, stabil und bietet eine klare Web-Oberfläche. Alle Dienste sind in schlanken LXC-Containern oder VMs gekapselt.

Die folgenden Dienste laufen auf dem Proxmox Main Server:

  • UniFi Controller:

    • Zweck: Zentrale Verwaltung der Ubiquiti Netzwerkkomponenten (Switch & APs).
    • Status: Essentiell für den Netzwerkbetrieb.
  • OpenHab:

    • Zweck: Steuerung und Automatisierung des Smart Homes.
    • Status: Die Kommandozentrale für Licht, Heizung und Sensoren.
  • Webserver & Gateway:

    • Zweck: Dient als Nginx Reverse Proxy für den Zugriff auf interne Dienste und als WireGuard-Endpunkt.
    • Status: Das sichere Tor zur Außenwelt.
  • Paperless-ngx:

    • Zweck: Digitalisierung und Archivierung von Dokumenten. OCR inklusive.
    • Status: Sorgt für ein papierloses Büro.
  • Syncthing:

    • Zweck: Dezentrale Synchronisation von Dateien zwischen meinen Geräten (PC, Laptop, Smartphone).
    • Status: In Betrieb. Wird zukünftig durch eine vollwertige Cloud-Lösung (z.B. Nextcloud) ergänzt.
  • AdGuard Home:

    • Zweck: Netzwerkweiter DNS-Server zum Blockieren von Werbung und Trackern.
    • Status: Schützt alle Geräte im Netzwerk ohne Client-Software.

Anbindung: Der WireGuard-Tunnel ​

Ein permanenter WireGuard-Tunnel verbindet mein Heimnetz mit einem gemieteten Root-Server.

[Heimnetz] <--- WireGuard ---> [Root-Server]

Dieser Aufbau erfüllt zwei Zwecke:

  1. VPN-Zugriff: Sicherer Zugriff auf mein gesamtes LAN von unterwegs.
  2. Ressourcen-Sharing: Bestimmte Dienste oder Anfragen können über die feste IP des Root-Servers geleitet werden.

Das System ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Es ist so konzipiert, dass es funktioniert, ohne ständig Aufmerksamkeit zu erfordern.